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Eine Reise zu mir selbst.

Und vielleicht ein Stück davon gemeinsam.
 

Körperorientierte Räume für Männer auf ihrem Weg zu sich selbst.

Ich weiß nicht genau, wann diese Reise begonnen hat.

 

Vielleicht schon viel früher.

 

Aber in den letzten Jahren ist in meinem Leben vieles ins Wanken gekommen, von dem ich einmal dachte, dass es mich ausmacht.

 

Eine Beziehung ist zerbrochen.

 

Ich habe meinen Vater verloren.

 

Ich habe erlebt, wie es sich anfühlt, keinen Job zu haben und nicht zu wissen, welchen Platz man eigentlich in dieser Welt einnimmt.

 

Und ich habe gemerkt, wie viel meines eigenen Wertes daran hing, etwas zu sein.

 

Erfolgreich zu sein.

 

Etwas zu können.

 

Etwas aufzubauen.

 

Jemand zu sein, auf den man stolz sein kann.

 

Bis irgendwann immer weniger davon funktioniert hat.

 

Und vielleicht war genau darin etwas Kostbares verborgen.

 

Die Möglichkeit, mich zu fragen:

 

Wer bin ich, wenn ich nichts beweisen muss?

 

 

Wenn das alte Bild von dir nicht mehr trägt

 

Ich habe lange versucht, ein guter Mann zu sein.

 

Ein starker Mann.

 

Ein erfolgreicher Mann.

 

Ein Mann, der sein Leben im Griff hat.

 

Ich habe gelernt, Probleme zu lösen.

 

Wenn etwas schwierig wurde, habe ich nachgedacht.

 

Analysiert.

 

Geplant.

 

Gemacht.

 

Weitergemacht.

 

Ich konnte ziemlich gut funktionieren.

 

Und vielleicht kennst du das auch.

 

Dass man irgendwann sehr gut darin geworden ist, zu wissen, was man tun sollte – und gleichzeitig immer weniger spürt, was man eigentlich fühlt.

 

Dass man seine Angst nicht Angst nennt, sondern „Herausforderung“.

 

Seine Trauer nicht Trauer, sondern „eine Phase“.

 

Seine Überforderung nicht Überforderung, sondern „ich muss gerade einfach durch“.

 

Und wenn jemand fragt:

 

„Wie geht’s dir?“

 

sagt man:

 

„Gut.“

 

Obwohl irgendwo tief drin etwas ganz anderes sagt.

 

 

Was passiert mit uns Männern?

 

Ich glaube, viele von uns haben irgendwann gelernt:

 

Sei stark.

 

Reiß dich zusammen.

 

Mach etwas aus dir.

 

Sei unabhängig.

 

Funktioniere.

 

Finde eine Lösung.

 

Sei ein Mann.

 

Vielleicht wollte uns niemand damit etwas Böses.

 

Vielleicht wollten unsere Eltern uns stark machen.

 

Vielleicht wollten sie, dass wir es einmal leichter haben als sie.

 

Und trotzdem kann irgendwann etwas fehlen.

 

Der Zugang zu unserer Innenwelt.

 

Zu unserem Körper.

 

Zu unserer Verletzlichkeit.

 

Zu unserer Freude.

 

Zu unserer Sehnsucht.

 

Zu unserer Wut.

 

Zu unserer Trauer.

 

Zu dem einfachen Gefühl:

 

Ich bin hier.

 

Nicht als Leistung.

 

Nicht als Rolle.

 

Nicht als jemand.

 

Einfach ich.

 

 

Das habe ich selbst erst lernen müssen

 

Ich habe in den letzten Jahren viel über mich gelernt.

 

Nicht unbedingt durch die Dinge, die gut gelaufen sind.

 

Sondern durch die, die wehgetan haben.

 

Durch Trennung.

 

Durch Verlust.

 

Durch Einsamkeit.

 

Durch Selbstzweifel.

 

Durch Minderwertigkeitsgefühle.

 

Durch die Erfahrung, nicht mehr zu funktionieren.

 

Durch die Frage, ob ich überhaupt noch weiß, wer ich bin.

 

Und manchmal war da nicht viel mehr als:

 

„Ich weiß gerade nicht weiter.“

 

Früher hätte ich versucht, möglichst schnell wieder herauszukommen.

 

Heute versuche ich manchmal, da zu bleiben.

 

Nicht darin stecken zu bleiben.

 

Aber auch nicht sofort davor wegzulaufen.

 

Zu atmen.

 

Zu spüren.

 

Zu weinen, wenn Tränen kommen.

 

Wütend zu sein, wenn Wut da ist.

 

Zu merken, wo mein Körper sich zusammenzieht.

 

Und irgendwann vielleicht wieder etwas Raum zu spüren.

 

 

Mein Körper ist dabei zu einem Lehrer geworden.

 

Ich habe angefangen, nicht nur über mich nachzudenken, sondern mich tatsächlich zu spüren.

 

Ich habe Menschen und Wege kennengelernt, die mir dafür neue Türen geöffnet haben.

 

Die Arbeit von Ilan Stephani hat mich mit einer sehr unmittelbaren, radikalen Form von Körperarbeit in Kontakt gebracht.

 

Schütteln.

 

Bewegen.

 

Zittern.

 

Den Körper nicht ständig kontrollieren.

 

Zu erleben, wie viel Energie in einem Körper steckt.

 

Wie schnell ich zusammenfallen kann.

 

Wie schnell ich mich verlieren kann.

 

Und manchmal auch:

 

Ein Atemzug.

 

Ein Zittern.

 

Tränen.

 

Wärme.

 

Leben.

 

Wie schnell ich mich verlieren kann – und wie schnell ich wieder zu mir zurückfinden kann.

 

 

Von Verena König habe ich etwas anderes gelernt.

 

Mit einem Menschen da zu sein.

 

Nicht sofort zu wissen, was zu tun ist.

 

Nicht sofort eine Lösung zu suchen.

 

Sondern wirklich hinzuschauen.

 

Zu lauschen.

 

Zu spüren:

 

Was braucht dieser Mensch gerade?

 

Vielleicht braucht er Worte.

 

Vielleicht Stille.

 

Vielleicht Bewegung.

 

Vielleicht jemanden, der nicht erschrickt, wenn es emotional wird.

 

Vielleicht einfach jemanden, der bleibt.

 

Das hat auch meinen eigenen Blick auf Begleitung verändert.

 

Ich muss dich nicht reparieren.

 

Ich muss dich nicht irgendwohin bringen.

 

Ich kann einfach da sein.

 

 

Auch meine Reisen gingen irgendwann nach innen.

 

Ich bin durch die Welt gereist.

 

Ich bin lange zu Fuß gegangen.

 

Ich habe mich immer wieder aus dem herausbewegt, was ich kannte.

 

Und irgendwann habe ich gemerkt:

 

Die wichtigste Reise findet nicht unbedingt irgendwo auf der Welt statt.

 

Sie findet in mir statt.

 

In meiner Angst.

 

In meiner Trauer.

 

In meiner Wut.

 

In meiner Sehnsucht.

 

In meiner Freude.

 

In all den Teilen von mir, für die früher vielleicht nicht besonders viel Platz war.

 

Ich habe über die Jahre einen eigenen kleinen Werkzeugkasten gesammelt.

 

Meditation.

 

Körperarbeit.

 

Schütteln.

 

Atem.

 

Stille.

 

Bewegung.

 

Arbeit mit dem Nervensystem.

 

Traumasensible Prozessarbeit.

 

Männerarbeit.

 

Und vor allem die immer wiederkehrende Bereitschaft, mich selbst zu spüren.

 

Nicht als fertige Methode.

 

Sondern als Dinge, die mir auf meinem eigenen Weg geholfen haben.

 

 

Ich bin nicht angekommen.

 

Das möchte ich auch nicht anders darstellen.

 

Ich habe immer noch Angst.

 

Ich zweifle immer noch.

 

Ich verliere mich immer noch.

 

Ich will immer noch manchmal etwas beweisen.

 

Ich kenne weiterhin dieses Gefühl, nicht genug zu sein.

 

Und ich glaube inzwischen auch nicht mehr daran, dass irgendwann der große Punkt kommt, an dem all das vorbei ist.

 

Vielleicht werden noch viele Krisen kommen.

 

Weitere Abschiede.

 

Weitere Verluste.

 

Weitere Veränderungen.

 

Weitere Momente, in denen ich nicht weiß, wie es weitergeht.

 

Vielleicht besteht der Weg nicht darin, irgendwann so stabil zu werden, dass uns nichts mehr erschüttert.

 

Vielleicht geht es darum, immer mehr von dem halten zu können, was das Leben mit sich bringt.

 

Und immer wieder zurückzufinden.

 

Zu uns.

 

Zum Körper.

 

Zum Leben.

 

 

Warum ich Räume für Männer öffnen möchte

 

Ich habe selbst erfahren, wie wertvoll es ist, wenn ein anderer Mensch bleibt.

 

Wenn ich nicht stark sein muss.

 

Wenn ich sagen kann:

 

Ich habe Angst.

 

Ich bin traurig.

 

Ich weiß nicht, was ich will.

 

Ich fühle mich klein.

 

Ich kann gerade nicht mehr.

 

Und jemand antwortet nicht mit einem Ratschlag.

 

Sondern einfach:

 

„Ja. Ich bin da.“

 

Ich glaube, Männer brauchen mehr solcher Räume.

 

Nicht noch einen Ort, an dem wir lernen, erfolgreicher zu werden.

 

Nicht noch mehr Selbstoptimierung.

 

Nicht noch ein Rezept dafür, wie ein „richtiger Mann“ zu sein hat.

 

Sondern Räume, in denen wir Menschen sein dürfen.

 

Mit allem.

 

Mit unserer Kraft.

 

Mit unserer Verletzlichkeit.

 

Mit unserer Sexualität.

 

Mit unserer Wut.

 

Mit unserer Trauer.

 

Mit unserer Freude.

 

Mit unserer Unsicherheit.

 

Mit unserer Lebendigkeit.

 

 

Vielleicht treffen wir uns einfach einmal.

 

Ich möchte gerade beginnen, solche Räume auch für andere Männer zu öffnen.

 

Ganz klein.

 

Ein Mann.

 

Ein anderer Mann.

 

Ein Raum.

 

Vielleicht ein Gespräch.

 

Vielleicht Stille.

 

Vielleicht Körperarbeit.

 

Vielleicht Atem.

 

Vielleicht Bewegung.

 

Vielleicht Schütteln.

 

Vielleicht Tränen.

 

Vielleicht Lachen.

 

Vielleicht einfach nur das Gefühl:

 

Ich muss gerade nichts darstellen.

 

Wir müssen vorher nicht wissen, was passieren wird.

 

Du musst kein bestimmtes Ziel haben.

 

Du musst nichts können.

 

Du musst dich nicht vorbereiten.

 

Du kannst einfach mit dem kommen, was gerade in deinem Leben da ist.

 

Und dann schauen wir gemeinsam.

 

 

Einzelbegleitung

 

Ich biete momentan einzelne persönliche Räume für Männer an.

 

Etwa 75–90 Minuten.

 

In Aarau oder nach Absprache.

 

Dabei geht es nicht darum, dich zu diagnostizieren oder zu „reparieren“.

 

Und ich möchte auch nicht so tun, als hätte ich Antworten auf Dinge, die ich selbst noch erforsche.

 

Ich bringe meine Erfahrung mit.

 

Meinen Körper.

 

Meine Aufmerksamkeit.

 

Meinen Werkzeugkasten.

 

Und die Kapazität, die ich auf meinem eigenen Weg entwickeln durfte.

 

Und dann begegnen wir uns.

 

Von Mensch zu Mensch.

 

 

Und vielleicht wird daraus mehr.

 

Ich träume davon, irgendwann noch andere Räume zu öffnen.

 

Männerkreise.

 

Tage in der Natur.

 

Körper- und Bewegungsräume.

 

Räume für Stille.

 

Gemeinsames Forschen.

 

Vielleicht Rituale.

 

Vielleicht gemeinsames Kochen.

 

Vielleicht etwas, für das es heute noch gar keinen Namen gibt.

 

Mich interessiert die Frage:

 

Was entsteht, wenn Männer miteinander aufhören, etwas darstellen zu müssen?

 

Was passiert, wenn wir uns wirklich zuhören?

 

Was passiert, wenn wir unseren Körper wieder mitnehmen?

 

Was passiert, wenn einer gerade nicht mehr kann und ein anderer nicht wegläuft?

 

Was passiert, wenn wir nicht versuchen, schneller „besser“ zu werden, sondern tiefer zu fühlen?

 

Ich kenne die Antworten darauf nicht.

 

Und genau deshalb möchte ich es erforschen.

 

 

Vielleicht ein Stück gemeinsam.

 

Ich möchte dir nichts verkaufen.

 

Ich möchte dich auch nicht davon überzeugen, dass du mich brauchst.

 

Vielleicht brauchst du mich überhaupt nicht.

 

Vielleicht ist gerade ein anderer Mensch der Richtige für dich.

 

Vielleicht ist gerade eine Therapie richtig.

 

Vielleicht ein Freund.

 

Vielleicht ein Männerkreis.

 

Vielleicht die Natur.

 

Vielleicht einfach Zeit.

 

Und vielleicht gibt es eine Resonanz zwischen uns.

 

Dann würde ich mich freuen, dich kennenzulernen.

 

Wir können uns treffen.

 

Einmal.

 

Ohne Verpflichtung.

 

Und schauen, was entsteht.

 

Wenn du spürst, dass du mir begegnen möchtest, schreib mir.

 

Und wenn du nichts spürst, ist das genauso gut.

 

Ich möchte nicht jeden erreichen.

 

Nur die Menschen, bei denen etwas in Resonanz geht.

 

 

Joseph

 

Ich bin selbst noch unterwegs.

 

Ich habe nicht alle Antworten.

 

Ich falle immer wieder hin.

 

Ich lerne immer wieder.

 

Ich verliere mich.

 

Ich finde mich.

 

Und manchmal sitze ich einfach da und staune darüber, wie viel Leben in all dem steckt.

 

Vielleicht gehen wir ein Stück gemeinsam.

 

Joseph

 

 

Schreib mir

 

Wenn du mich kennenlernen möchtest, schreib mir einfach persönlich.

 

[Joseph kontaktieren]

 

Ein erster Kontakt muss nichts Besonderes sein. Ein paar Zeilen reichen.

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